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Netzwerke

Mobilität und Netzwerke sind eng miteinander verknüpft und stehen in Wechselwirkung zu einander. Zum einen basiert die Mobilität von Menschen als auch von Gütern, Ideen und Konzepten auf Netzwerken, zum anderen führt die Bewegung im Raum zur Entstehung und Ausbreitung von solchen Beziehungsgeflechten.
Netzwerkanalysen dienen dazu, das Verhalten sozialer Akteure basierend auf der Konfiguration des sozialen Netzwerkes an dem sie beteiligt sind zu beschreiben. Diese Konfiguration des Netzwerkes ergibt sich aus dem Verhalten der Akteure und ermöglicht oder erschwert wiederrum deren Handlungen. Die Beziehungen zwischen den Akteuren basieren auf materiellen oder immateriellen Gütern (wie beispielsweise Geld, Land, offizielle Position, Status, Schutz, soziale Anerkennung oder Information). Die qualitativen Eigenschaften dieser Beziehungen können je nach ihrem Inhalt (z.B. angeeignet/zugeschrieben, Familienbeziehung, Patronage, Vertrauen), Intensität (häufig/selten, stark/schwach) und Richtung (z.B. ungeleitet und symmetrisch zwischen Freunden, oder geleitet und asymmetrisch zwischen Patron und Klient) erklärt werden.

Das BAZ-CS widmet sich der Untersuchung von Netzwerken in asiatischen Gesellschaften. Dabei berücksichtigt die Auswertung eines Beziehungsnetzes nicht nur direkte sondern auch indirekte Verbindungen und Differenzen zwischen verschiedenen Arten und Intensitäten von Beziehungen. Darüber hinaus werden nicht nur Verbundenheit oder zentrale und marginale Positionen erforscht, sondern auch Löcher im Netz, etwa ein Mangel an Verbindungen.
 

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