Sie sind hier: Startseite Forschungsschwerpunkte Reiseforschung

Reiseforschung

Individuen und Gruppen reisten schon immer aus verschiedenen Gründen: um Handel oder Politik zu treiben, zu besuchen, aus religiösen Motivationen heraus, aus Neugierde und Entdeckungsdrang oder im Rahmen von Forschung, zur Erholung und Genesung.

Wie auch bei anderen Formen physischer Mobilität ist Reisen mit Orts- und Kontextwechseln verbunden, was sowohl eine Auswirkung auf den/die Reisenden, die Kontaktgemeinschaft und bei der Rückkehr auf den Herkunftskontext hat. Die Distanz variiert dabei von einem lokalen Kontext, d.h. beispielsweise Reisen innerhalb einer Region, bis auf die globale Ebene. Reisende sind demnach aktiv an Austauschprozessen und Interaktionen jeglicher Form beteiligt und gründen bzw. verfestigen somit soziale Netzwerke.

Das 19. Jahrhundert mit seinen Innovationen im Transportwesen, auf das das BAZ-CS seinen Schwerpunkt legt, wird nicht nur im europäischen Kontext zum Jahrhundert des intensiven Reisens, sondern auch im asiatischen.
Ziel der historischen Erforschung von Reisen in Asien ist es zunächst die Geschichte des Reisens abzubilden. Darüber hinaus gilt es unter anderem, translokale bis globale Netzwerke und soziale Interaktionen zu erfassen, Mobilität von Ideen, Konzepten und Wissen sowie Austausch nachzuzeichnen und damit Wandel und Transformationsprozesse innerhalb asiatischer Gesellschaften nachzuvollziehen, Konzepte von Identität und Alterität zu untersuchen oder Grenzen und Grenzerfahrungen zu beleuchten.
 

Artikelaktionen